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Petersilientrank nach Hildegard von Bingen – traditionell auch „Herzwein“ genannt

Marcel SchulzMarcel Schulz - 4 Sep, 2026

Petersilientrank nach Hildegard von Bingen – traditionell auch „Herzwein“ genannt

"Herzwein" nach Hildegard von Bingen – Petersilientrank, Rezept und Tradition

Der Herzwein nach Hildegard von Bingen gehört zu den bekanntesten Getränkerezepturen der heutigen Hildegard-Tradition. Auch unter den Namen Petersilientrank, Petersilienhonigwein oder Petersilienelixier bekannt, wird er aus wenigen Zutaten hergestellt: Petersilie, Wein, Honig und etwas Weinessig.

Schon diese ungewöhnliche Kombination macht den Herzwein zu einem besonderen Bestandteil der Hildegard-Küche. Seine Geschichte reicht weit zurück und wurde im 20. Jahrhundert unter anderem durch Dr. Gottfried Hertzka und die moderne Hildegard-Literatur wieder bekannt gemacht.

Was ist Herzwein nach Hildegard von Bingen?

Herzwein ist eine traditionelle Zubereitung auf Weinbasis, bei der frische Petersilie mit Wein, Honig und etwas Essig verarbeitet wird.

Je nach Literatur begegnet man verschiedenen Bezeichnungen:

  • Herzwein
  • Petersilientrank
  • Petersilienhonigwein
  • Petersilienelixier

Die Bezeichnung Herzwein stammt aus der Hildegard-Tradition und hat sich bis heute erhalten.

Petersilie in der Hildegard-Tradition

Petersilie gehört heute zu den selbstverständlichsten Küchenkräutern überhaupt. In der Hildegard-Tradition begegnet sie jedoch nicht nur als Gewürz, sondern auch als Bestandteil verschiedener überlieferter Rezepturen.

Gerade der Petersilienhonigwein ist dafür ein gutes Beispiel: Eine alltägliche Pflanze wird mit Wein, Honig und Essig zu einer sehr eigenständigen Zubereitung verbunden.

Wer sich für die historischen Vorstellungen und die überlieferten Anwendungen des Petersilientranks interessiert, findet hierzu umfangreiche historische und moderne Hildegard-Fachliteratur.

Dr. Gottfried Hertzka und der Petersilientrank

Einen wichtigen Anteil an der modernen Bekanntheit vieler Hildegard-Rezepturen hatte der Arzt Dr. Gottfried Hertzka.

Er beschäftigte sich intensiv mit den naturkundlichen Überlieferungen Hildegards und trug wesentlich dazu bei, dass zahlreiche Rezepturen im 20. Jahrhundert wieder einer größeren Öffentlichkeit bekannt wurden.

Auch der Petersilienhonigwein wurde in diesem Zusammenhang aufgegriffen und später in verschiedenen Büchern zur Hildegard-Heilkunde beschrieben.

Die traditionelle Rezeptur des Herzweins

In der modernen Hildegard-Literatur findet man beispielsweise folgende Zusammensetzung:

  • etwa 10 Stängel glatte Petersilie
  • 1 Liter Wein
  • 2 Esslöffel Weinessig
  • etwa 80–150 g Honig

Je nach Quelle und Rezeptfassung können die Mengen etwas voneinander abweichen.

Herzwein selbst herstellen

Die traditionelle Zubereitung ist überraschend unkompliziert:

  1. Petersilie, Wein und Weinessig in einen Topf geben.
  2. Die Mischung einige Minuten erhitzen beziehungsweise leicht kochen lassen.
  3. Den Honig hinzufügen und nochmals kurz erhitzen.
  4. Die Petersilie anschließend durch ein feines Sieb abseihen.
  5. Den fertigen Petersilienhonigwein heiß in geeignete, saubere Flaschen abfüllen.

Bei selbst hergestellten Lebensmitteln sollte besonders sauber gearbeitet werden. Eine pauschale Haltbarkeit von mehreren Jahren lässt sich bei einer häuslichen Herstellung nicht seriös garantieren.

Wie schmeckt Herzwein?

Der Name Herzwein verrät wenig über den eigentlichen Geschmack.

Die Grundlage bildet Wein, dazu kommt die kräuterige Note der Petersilie. Honig sorgt für eine leichte Süße, während der Weinessig einen feinen säuerlichen Gegenpol setzt.

Das Ergebnis ist ein würziger, leicht süßlicher Kräuterwein mit einem Geschmack, der sich deutlich von gewöhnlichem Wein unterscheidet.

Je nach verwendetem Wein und Honig kann der Charakter des fertigen Getränks erheblich variieren.

Rotwein oder Weißwein?

In verschiedenen Rezeptfassungen findet man sowohl Rotwein als auch Weißwein.

Auch Dr. Gottfried Hertzka wird in der Hildegard-Literatur mit dem Hinweis zitiert, dass die konkrete Weinfarbe weniger entscheidend sei als die Qualität des verwendeten Weines.

Geschmacklich macht die Auswahl allerdings einen deutlichen Unterschied: Rotwein ergibt meist einen kräftigeren, Weißwein einen leichteren Petersilientrank.

Warum ist der Herzwein bis heute so bekannt?

Wahrscheinlich liegt es an der ungewöhnlichen Verbindung von Einfachheit und Tradition.

Petersilie, Wein, Honig und Essig sind keine exotischen Zutaten. Trotzdem entsteht daraus eine Rezeptur, die seit vielen Jahren fest mit Hildegard von Bingen verbunden wird.

Gerade solche einfachen Zubereitungen machen einen großen Teil des Reizes der Hildegard-Tradition aus.

Was sagt die Hildegard-Literatur über den Herzwein?

In historischen und späteren Hildegard-Texten wird der Petersilientrank in einem deutlich größeren Zusammenhang beschrieben, als es eine reine Zutatenliste vermuten lässt.

Diese Überlieferungen sind für viele Menschen gerade der Grund, sich überhaupt mit dem Herzwein zu beschäftigen.

Wer die traditionellen Anwendungen und historischen Aussagen im Detail kennenlernen möchte, kann hierzu auf die einschlägige historische und moderne Fachliteratur zurückgreifen.

Da der heute angebotene Petersilientrank ein Lebensmittel beziehungsweise alkoholhaltiges Getränk und kein Arzneimittel ist, übernehmen wir diese historischen Aussagen nicht als Wirkungsversprechen für das Produkt.

Herzwein fertig kaufen

Wer den Petersilientrank nicht selbst herstellen möchte, findet ihn auch fertig hergestellt nach traditioneller Hildegard-Rezeptur.

Bei der Kleinen Abtei führen wir Petersilientrank beziehungsweise Herzwein nach Hildegard von Bingen in unserem Sortiment.

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Häufige Fragen zum Herzwein

Was ist Herzwein nach Hildegard von Bingen?

Herzwein ist eine traditionelle Zubereitung aus Petersilie, Wein, Honig und etwas Weinessig. Er wird deshalb auch Petersilientrank oder Petersilienhonigwein genannt.

Warum heißt Petersilienhonigwein „Herzwein“?

Die Bezeichnung stammt aus der überlieferten Hildegard-Tradition und hat sich in der späteren Hildegard-Literatur als gebräuchlicher Name für diese Rezeptur etabliert.

Welche Wirkung hat Herzwein?

In der historischen und modernen Hildegard-Literatur finden sich verschiedene überlieferte Anwendungen und Aussagen zum Petersilientrank.

Wer sich damit näher beschäftigen möchte, findet hierzu eine umfangreiche Fachliteratur. Für einen heute als Lebensmittel angebotenen Herzwein übernehmen wir solche historischen Beschreibungen jedoch nicht als medizinisches oder gesundheitliches Wirkungsversprechen.

Kann man Herzwein selbst herstellen?

Ja. Die traditionelle Rezeptur besteht aus Petersilie, Wein, Honig und Weinessig und lässt sich grundsätzlich auch zu Hause nachvollziehen. Bei der Herstellung sollte sauber gearbeitet und auf geeignete Zutaten und Gefäße geachtet werden.

Enthält Herzwein Alkohol?

Ja. Herzwein wird auf Weinbasis hergestellt und ist daher ein alkoholhaltiges Getränk.

Eine einfache Rezeptur mit langer Geschichte

Petersilie, Honig, Wein und etwas Essig – viel mehr braucht es nicht für eines der bekanntesten Getränke der heutigen Hildegard-Tradition.

Gerade diese Einfachheit macht den Petersilientrank so interessant. Hinter wenigen alltäglichen Zutaten steht eine fast 900 Jahre alte Überlieferung, die später von Autoren wie Gottfried Hertzka und Wighard Strehlow wieder aufgegriffen wurde.

Wer tiefer einsteigen möchte, findet in der historischen und modernen Hildegard-Literatur zahlreiche weiterführende Informationen zu Rezeptur, Überlieferung und traditioneller Einordnung.

Hinweis zur Bezeichnung „Herzwein“: 
Der Begriff „Herzwein“ wird hier ausschließlich als traditionelle Bezeichnung für den Petersilientrank nach Hildegard von Bingen verwendet. Mit der Bezeichnung ist kein Versprechen einer gesundheitlichen Wirkung auf Herz oder Kreislauf verbunden.

Literatur zum Herzwein und zur Hildegard-Tradition